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Elektromagnetische Felder in der Schwangerschaft

Starke elektromagnetische Felder kommen in vielen Arbeitsumfeldern vor. Einige Beispiele:

  • Induktionsherd im Gastgewerbe
  • Plastikschweissanlagen (27 MHz)
  • Gesundheitswesen: MRT, Magnetfeldtherapien oder auch elektrochirurgische Geräte (300 kHz)
  • Detail- und Grosshandel: Deaktivatoren für Artikelsicherung, RFID-Lesegeräte

Dabei haben die elektromagnetischen Felder je nach Frequenzbereich unterschiedliche Wirkungen. Bei Frequenzen bis zu 100 kHz sind bei starken Feldern Effekte auf die Zellmembranen als dominierender biologischer Effekt zu erwarten. Ab einer Frequenz von 10 MHz dominieren Effekte durch die Gewebetemperaturerhöhung infolge der Absorption der elektromagnetischen Strahlung. Im Übergangsbereich sind beide Effekte nicht auszuschliessen.

Betreffend der möglichen Risiken spielt das Schwangerschaftsstadium eine grosse Rolle. So zeigt sich, dass in den frühen Stadien sehr geringe Risiken bestehen, da minimale elektrische Feldstärken entstehen und der Fötus tief eingebettet in gut leitfähigem Gewebe (Uterus, Fruchtwasser) liegt. In späteren Schwangerschaftsstadien kann es jedoch insbesondere bei starken lokalen Feldern zu einer Überschreitung der Grenzwerte für die Allgemeinbevölkerung im Bereich des Fötus kommen. Allfällige Effekte bei einer Überschreitung können zur Zeit nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Vorsorgemassnahmen

  • An Arbeitsplätzen mit Arbeitsmitteln, welche im Frequenzbereich 100 KHz bis 70 MHZ starke Felder emittieren (z.B. Kunststoffschweissanlagen, Holztrocknungsanlagen, RFID Lesegeräte mit grossen Spulenantennen oder MRI) wird empfohlen eine Risikobeurteilung anhand von Messungen in Bauchhöhe vorzunehmen. Zeigen sich Werte über dem Auslösewert (2004/40/EG), sollten keine Frauen im gebärfähigen Alter im Bereich beschäftigt werden.
  • An Arbeitsplätzen mit Arbeitsmitteln, welche im Frequenzbereich bis 100 KHz (Induktionsherd, Deaktivatoren für Artikelsicherung, MRI) starke Felder mit einem Wert 3 x höher dem Auslösewert emittieren, wird empfohlen vorsorglich keine Schwangeren zu beschäftigen.
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