
Stürze im eigenen Daheim: Es trifft nicht nur die Älteren
Zu Hause fühlen wir uns sicher. Dabei geschehen gerade hier die meisten Unfälle – etwa dann, wenn wir stürzen. Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz 125’000 Menschen beim Hinfallen. Das schafft nicht nur viel Leid, sondern verursacht auch Kosten in Milliardenhöhe. Mit ein paar einfachen Massnahmen lassen sich die Risiken massiv reduzieren.
Von den 13 500 Personen, die sich jedes Jahr bei einem Sturz schwer verletzen, ist rund die Hälfte im erwerbstätigen Alter. «Schwer verletzen» bedeutet, dass jemand mindestens drei Monate lang ausfällt oder sogar dauerhaft invalid wird. Insgesamt sterben jährlich 1700 Personen an den Folgen eines Sturzes – 80 davon im Alter zwischen 17 und 64 Jahren. Zum Vergleich: Im Verkehr sind insgesamt 200 Tote zu beklagen, im Sport deren 150.
Es passiert so schnell: Gerade noch ist man durch die Wohnung geschlendert, und schon liegt man in der Ambulanz. Schuld daran kann ein loses Kabel auf dem Boden sein, das einen zu Fall gebracht hat. Oder ein auf der Treppe deponierter Altpapierstapel. Oder der wacklige Schemel, der bisher immer tipptopp als Steighilfe getaugt hat. Rutschige und nasse Böden sind ebenfalls häufige Gefahrenquellen – und wer in Socken übers Parkett geht, begibt sich selbst aufs Glatteis.
- Stolperfallen beseitigen – z. B. Kabel, Altpapierstapel, Spielzeug
- Das Zuhause gut ausleuchten
- Die Treppe nicht als Abstellfläche nutzen und den Handlauf benützen
- Antirutsch-Streifen verwenden: in der Badewanne, in der Dusche und auf Treppenstufen
- Gleitschutz bei Teppichen anbringen

