
Hände weg von Handy, Navi und Co.
Unfälle mit jährlich 1200 Schwerverletzten und 59 Getöteten sind auf Ablenkung und Unaufmerksamkeit zurückzuführen. Im Alltag kann uns vieles ablenken. Beispiele für Ablenkung im Auto:
- Das Handy. Handynutzung erhöht das Unfallrisiko um den Faktor 3,6. Telefonieren mit einer Freisprechanlage erhöht das Unfallrisiko übrigens ebenfalls – obwohl es erlaubt ist.
- Navi, Radio und Co. Das Bedienen elektronischer Geräte erhöht das Unfallrisiko um den Faktor 2,5.
Doch wer sein Handy nutzt – sei es noch so kurz –, kann schwere Unfälle verursachen. Warum? Ablenkung verlängert die Reaktionszeit um etwa einen Drittel. Somit dauert es auch länger, bis man auf Gefahren reagieren kann. Wenn man bei Tempo 50 nur eine halbe Sekunde später zu bremsen beginnt, verlängert sich der Anhalteweg um rund 7 Meter. Diese wenigen Meter können darüber entscheiden, ob es zu einem Unfall kommt.
Ein Blick auf die Verkehrsunfallstatistik zeigt, wie gefährlich Ablenkung am Steuer ist. In 31 % der schweren Verkehrsunfälle sind Unaufmerksamkeit und Ablenkung die Haupt- oder Mitursache, Dazu kommt: Wer abgelenkt fährt, riskiert je nach Fall auch eine hohe Busse, einen Führerausweisentzug oder gar eine Freiheitsstrafe.
Die fünf wichtigsten Tipps:
- Multitasking vermeiden – am Steuer, zu Fuss und auf dem Velo
- Handy in der Tasche lassen – egal, wie man unterwegs ist
- Verkehr im Blick behalten – das gilt immer
- Navi im Auto vor der Fahrt programmieren
- Wenn Sie während der Fahrt etwas Wichtiges erledigen müssen: kurz anhalten
Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden zum Thema «Ablenkung»
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